Vereinsgeschichte des SK Husek Wien
Von der Gründung bis heute. Zusammengestellt von Fritz Skopetz
Die letzten Jahre
- 02 06 2003
Die Klubkategorie „Husek/Verein“ ist von der Existenz her bedroht. Gab es in der Spielsaison 2002/2003 extrem viele Kontumazen in der B-Liga/Nord zu verbuchen, haben die Spieler Fischer, Hartwig, Mik, Schmall, Schneider, Schmiedl, Tomastik, Wallek und Michl ihre Abmeldung angekündigt und auch in die Tat umgesetzt.
Da der Fortbestand von Husek/Verein in Frage gestellt war, wurde bei der Generalversammlung die Vereinsauflösung und nur die Beibehaltung der Betriebsteams diskutiert. Alfred Husek sprang als „rettender Engel“ ein, konnte die Vereinsauflösung verhindern und holte die jungen Spieler Daniel Filip (16), Argjent Iseni (19) und Fritz Skopetz – Letzteren auch als Mannschaftsführer – zum Klub; mehrere Wochen später unterschrieben auch Bernhard Haas (16) und Daniel Seknicka (13) beim SK Husek.
War der Verein wenige Monate zuvor noch von der Auflösung bedroht, spielte die richtige Mischung von jungen und älteren Akteuren gemeinsam mit unseren starken slowakischen Schachfreunden plötzlich um den Meistertitel in der B-Liga/Nord mit. Ausgerechnet nach der letzten Runde stand SK Husek an der Tabellenspitze und als Meister fest, da Franz Zoubek und der 13-jährige Daniel Seknicka ihre Partien remislich gestalten konnten. Punktegleich mit Flötzersteig-Breitensee hatte SK Husek die bessere Mannschaft-Zusatzwertung aufzuweisen. - SAISON 2004 / 2005
LSK Husek startete in der A-Liga fulminant und gab die Tabellenführung ab der 1. Runde nicht mehr ab. Leider war es Alfred Husek nicht mehr vergönnt, an der Freude über den Meistertitel teilhaben zu können, da er schwer erkrankte und nach langem schwerem Leiden verstarb. Noch wenige Monate zuvor packte den Vereinsgründer der große erweiterte Ehrgeiz. Es war sein Traum, einmal am Europacup teilzunehmen. Siehe sein Leben und Wirken in der Rubrik „Alfred Husek“ auf dieser Homepage. Obfrau Elisabeth Dold setzt den erfolgreichen Weg ihres Alfred Husek fort und unternimmt als Privatsponsor sensationelle Anstrengungen, um den SK Husek einmal in den Europacup zu bringen - SAISON 2005 / 2006
In der Wiener Landesliga kamen weitere Verstärkungen (GM Jozsef Horvath, IM Mag. Günter Miniböck, FM DI. Lew Kwatschewsky, Adam Steiner, FM Helmut Kummer, Peter Sadilek usf.) zum Einsatz und SK Husek schaffte hinter Meister Aljechin-Wieden auf Anhieb den Vizemeistertitel. Die Husek-Jugendspieler Peter Sadilek, Daniel Filip, Bernhard Haas und Daniel Seknicka flogen Ende Juni 2005 mit British Airways via London zum World Open nach Philadelphia, wo eines der größten Schachturniere der Welt im feudalen Hotel „Wyndham at the Franklin Plaza“ zur Durchführung gelangte. Peter Sadilek landete in der stärksten Gruppe hervorragend im Mittelfeld und trat in der 1. Runde des World Open– neben GM Boris Gulko sitzend – gegen GM Joel Benjamin an. In der zweithöchsten Turnierkategorie bis 2200 Elo landete Daniel Filip in den Top 20 und wurde Preisträger. Bernhard Haas und Daniel Seknicka wirkten in der vierthöchsten Turnierkategorie mit.
Fünf Monate später nahm Daniel Seknicka – gemeinsam mit Jugendstaatsmeister Paul Pachta – am North American Open im Hotel & Casino Bally´s in Las Vegas teil und schnitt durchschnittlich ab. - SAISON 2006 / 2007
SK Husek verstärkte sich mit mehreren österreichischen Spitzenspielern und ausländischen Schachfreunden (GM Csaba Horvath, GM Ilia Balinov, GM Adam Horvath, IM Denes Boros, FM Oliver Mihok, IM Georg Danner, IM Mag. Martin Neubauer, IM Stefan Löffler, FM Roland Schweda, FM Markus Bawart, Thomas Zojer etc.) und könnte von der Spielstärke her zwei Olympia-Viererteams stellen. Doch es wurde eine Zittersaison. Erst in den letzten Runden hatte sich dieses Team konsolidiert und letztendlich doch noch mit ein paar Zählern Vorsprung auf Vizemeister Währing den Aufstieg in die 2. Bundesliga/Ost sichern können. - SAISON 2007 / 2008
Für die zweithöchste Spielklasse Österreichs verstärkte sich SK Husek mit GM Kiril Georgiev, GM Alexander Chernin, GM Valeri Beim, GM Andrei Kovalev und GM Attila Groszpeter. Auch die Jugendspieler Bernhard Haas und Daniel Seknicka – gemeinsam mit bis zu vier Großmeistern im Sechser-Team – trugen ihr Schärflein durch ihre „Weiße Weste“ bei und SK Husek wurde mit Rekordvorsprung Meister in der 2. Bundesliga. Nach dem Fast-Durchmarsch von der B-Liga/Nord über A-Liga, Wiener Landesliga und 2. Bundesliga/Ost klopft SK Husek an die Tür zur 1. Bundesliga. - SAISON 2008 / 2009
LVereinsgründer Alfred Husek gab vor seinem Tod die Direktive aus, im Europacup spielen zu wollen. Hiefür wäre das Erreichen des dritten Platzes in der 1. Bundesliga erforderlich. Um dieses Ziel realisieren zu können, holte der Verein u. a. weltweit attraktive Stars nach Wien, und zwar
• Vize-Europameister 2008, Sergei Movsesian (Slowakei)
• den US-amerikanischen Shooting-Star Hikaru Nakamura
• den 15-jährigen Großmeister mit Doppelstaatsbürgerschaft USA / Italien, Fabiano Caruana
• Großmeister Viktor Laznicka (Tschechien)
• Ex-Vizeweltmeister Gata Kamsky
und ist im Sommer 2008 am Spielermarkt betreffend hochkarätige Großmeister noch immer sehr aktiv.
"Und im März 2009 ist Husek Wien am Ende seiner Ziele angelangt. Es konnte der Meistertitel in der 1. Bundesliga - verbunden mit der erfolgreichen Qualifikation für den Europacup im Oktober 2009 in Mazedonien - errungen werden. Nachfolgende Spieler zeichneten für diesen großen Erfolg verantwortlich: GM Sergei Movsesian, GM Hikaru Nakamura, GM Kiril Georgiev, GM Evgeniy Najer, GM Emil Sutovsky, GM Fabiano Caruana, GM Viktor Laznicka, GM Alexander Chernin, GM Attila Groszpeter, IM Helmut Kummer.
Sieben Tage nach dem Bundesliga-Triumph kürte sich Husek Wien auch in der zweithöchsten Spielklasse unserer Bundeshauptstadt zum Champion und schaffte somit den Wiederaufstieg in die Wiener Landesliga. Der große Erfolg wurde durch die Spieler FM Helmut Kummer, FM Vladimir Cibulka, FM Milan Maros, FM Jozef Mokos, Vladimir Kalisky, Jaroslav Fabian, Jan Siroky, Gerald Lampl, MK Thomas Zojer, Stefan Zojer, Bernhard Haas, Daniel Seknicka, Argjent Iseni, Herbert Dittel, Marius Lucaci, Richard Wald, Gzim Qengaj, Fritz Skopetz und Franz Cerny ermöglicht."
