Über Alfred Husek
Alfred Husek begann im Alter von 15 Jahren mit dem Schachspiel,
das er bei seinem Nachbar erlernte. Zu seinen heraus ragendsten
Erlebnissen zählten sein hervorragender 5. Rang bei der
Jugendstaatsmeisterschaft 1952, der Wiener Jugendstadtmeistertitel
im Folgejahr, der Titelgewinn der Wiener ASKÖ - Landesmeisterschaft
1954, sowie Platz 1 bei der Staatsmeisterschaft der Österreichischen
Bundesbahnen im Jahr 1955. Beim Prominententurnier im Großen
Festsaal des Wiener Rathauses im Rahmen der
Millenniums-Veranstaltung im August 1996 erreichte Alfred Husek eine
Spitzenplacierung.
Mitte der Neunziger-Jahre nahm er die Funktion des
Geschäftsführenden Präsidenten des Wiener Schachverbandes an. Unter
seiner Federführung gelang es, die angeschlagenen Finanzen in
Ordnung zu bringen und die Durchführungsbestimmungen der Wiener
Ligen zu reformieren. Er unterstützte die Realisierung des großen
Wiener Rathaus-Turniers 1996 (mit Kramnik, Leko, Karpov, Kortschnoi
und anderen internationalen Schachgrößen), dessen Zustandekommen
alles andere als sicher war.
Unter seiner Ägide wurde auch ein wichtiges medizinisches Gutachten
zum Thema „Schach ist Sport“ realisiert und die Nachricht, dass
Schach nun tatsächlich als Vollmitglied in die
Bundessportorganisation aufgenommen wurde, hätte ihn wohl sehr
gefreut.
Alfred Husek gründete am 24. August 1972 im Stadlauer Gasthof Kindl
einen Schachklub, dem er seinen Namen gab und nahm ab diesem
Zeitpunkt an der Betriebsmeisterschaft des Wiener Schachverbandes
teil. Viele Jahre später wirkte der Schachklub Husek auch am
Vereinsbewerb mit. 1983 wurde Alfred Husek mit dem Silbernen
Ehrenzeichen des Wiener Schachverbandes ausgezeichnet.
Der Schachbegeisterte hatte den Wunsch nach Niveauanhebung des
Wiener Schachs und trat als Sponsor in Erscheinung. Er ließ in
seiner Betriebsmannschaft auch ausländische Großmeister zum Einsatz
kommen und hatte mit seinem Klub viel Erfolg. In der
Betriebsmeisterschaft wurde Alfred Husek mit seinem Team mehrfacher
Meister in der höchsten Spielklasse und feierte in den Jahren 1979,
1981, 1996, 1997 und 1999 Cupsiege.
Sein Vereinsteam wurde in der Spielsaison 2003/2004 Meister der
B-Liga und im Herbst der darauf folgenden Spielsaison in der A-Liga
als Tabellenführer ereilte Alfred Husek leider der Tod. Er verstarb
leider viel zu früh nach langer schwerer Krankheit am 9. November
2004.
Es war der Wille von Alfred Husek, dass der Weiterbestand seines
Schachklubs gesichert ist, wobei in diesem Sinne seine langjährige
Weggefährtin und heutige Obfrau des Schachklubs Husek, Fr. Elisabeth
Dold, diesen Weg weiterführt. .
Es war sein großer Traum, einmal in der Champions-League zu spielen.
Mit dem Durchmarsch von der B-Liga über die A-Liga, Wiener
Landesliga mit zweijährigem „Gastspiel“, 2. Bundesliga bis in die 1.
Bundesliga wären die ersten Schritte gesetzt. Obfrau und
Vereinssponsor Fr. Elisabeth Dold wird alles Mögliche versuchen, den
großen Traum ihres Alfred Husek zu verwirklichen und zu realisieren.
Und
Elisabeth Dold konnte die Vorgabe sehr erfolgreich umsetzen. In
Zusammenarbeit mit Organisator Fritz Skopetz konnten zahlreiche
Weltklassespieler in die Kaderliste des SK Husek Wien für die 1.
Bundesliga aufgenommen werden. Es sind dies Ex-Vizeweltmeister und
Nr. 1 der USA, Gata Kamsky, weiters mit Sergei Movsesian (Slowakei)
die Nr. 10 der Welt, mit Hikarua Nakamura die Nr. 2 der USA,
Ex-Europameister Emil Sutovsky (Israel), World Open-Sieger 2008 -
Evgeniy Najer, und den 15-jährigen Großmeister Fabiano Caruana
(Italien). Mit Kiril Georgiev (Bulgarien) und Alexander Chernin
(Ungarn) spielen zwei weitere Weltklassespieler in den Reihen von
Husek Wien.
Im März 2009 krönte sich Husek Wien nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen
mit Titelverteidiger Advisory Invest Baden letztendlich zum
österreichischen Bundesliga-Meister und qualifizierte sich für den
Europacup im Oktober in Mazedonien.
Autor: Skopetz Fritz


